Für das Synchronisieren nicht deutschsprachiger Filme bzw. TV-Serien bedarf es neben einer professionellen Übersetzung des Originaldialogs sowie den Synchronsprecher(inne)n und -regisseur(inn)en auch der Arbeit eines Dialogbuchautors. Dieser schreibt die von einem Übersetzer angefertigte so genannte Rohübersetzung soweit um, bis er einen neuen, auf die Lippenbewegungen und die Körpersprache des jeweils Sprechenden synchronen Text hat.

Der Dialogbuchautor ist nicht als Stimme zu hören, er schreibt vielmehr zuhause am Computer den deutschen Dialog, den im Anschluss daran Synchronsprecher(innen) im Tonatelier unter der Leitung eines (einer) Synchronregisseurs(rin) auf die entsprechenden Filmfiguren "raufsprechen".

Das Verfassen von Synchrontexten hat sicherlich auch ein klein wenig mit "Handwerk" zu tun, es geht aber vor allem um das Beherrschen der deutschen Sprache, um das "Spielen" mit dieser, um das Übertragen von Slangausdrücken, Redewendungen bzw. Wortspielen aus der Original- in die deutsche Sprache, um die figurenspezifische Ausdrucksweise, um das Anwenden von Synonymen etc.

Bei der Audiodeskription (auch akustische Bildbeschreibung, seltener Audiokommentierung genannt) handelt es sich um eine zusätzliche Kommentierung der visuellen Vorgänge in einem Spielfilm, um blinden und sehbehinderten Menschen die Wahrnehmung des Films zu ermöglichen.

Aus der Fülle der visuellen Informationen wie z. B. Schauplätze des Films, Aussehen, Gestik und Mimik der handelnden Personen etc. muss eine sinnvolle Auswahl getroffen werden. Die Atmosphäre einer Filmszene soll so original wie möglich rübergebracht werden, die Kommentare in den Dialogpausen sind oft sehr knapp gehalten.

 

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